Solarwärme Bracht eG iG Gemeinde Bracht | Bracht-Siedlung
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TERMINE | PRESSE

Wichtiger Termin

Damit wir möglichst zügig in die Detailplanung einsteigen können, hat sich die Arbeitsgruppe das Ziel gesetzt bis zum 30.09.2021 alle notwendigen Anschlussnehmer zu akquirieren.

Video zur Gründungsveranstaltung am 15.07.2021. Die Geburt unserer Solarwärme Bracht eG

Gründung der Genossenschaft

Ist am 15.07.2021 um 19:00 in der Mehrzweckhalle erfolgt.

 

 

 Infoveranstaltung

Am 09.07.2021 um 19:00 in der Mehrzweckhalle

Bracht startet ein Leuchtturmprojekt für  Deutschland

Mit 80%-CO2-Einsparung das Energieziel für 2050 schon in drei Jahren erreichen

Am vergangenen Freitag war die Mehrzweckhalle in Bracht unter Coronabedingungen bis zur letzten Reihe gefüllt. Die vom lokalen Arbeitskreis „Solardorf-Bracht“ veranstaltete Informationsveranstaltung wurde von vielen Dorfbewohnern mit Interesse verfolgt. Unterstützt von der Landesenergieagentur (LEA), dem hessischen Wirtschaftsministerium (HMWEVW) und der Universität Kassel wurde das Konzept für die Nahwärmeversorgung mit einem Saisonalspeicher vorgestellt. 

Über 50 Interessenten haben bereits an diesem Abend ihre Mitgliedschaft in der Genossenschaft signalisiert.

 

Projektphase startet nach langem Vorlauf

Die Brachter verfolgen dieses Projekt schon seit 5 Jahren und es gab eine Menge Schwierigkeiten auszuräumen. Aber jetzt ist es so weit, die Umsetzung der Pläne kann beginnen. Professor Klaus Vajen (Univ. Kassel) erklärte in seinem Vortrag die Einzelheiten des geplanten Systems, das hauptsächlich auf der Gewinnung von Wärme durch Solarthermie und der Speicherung dieser Wärme in einem Grubenspeicher basiert. Die ursprüngliche Planung mit einem größeren Kollektorfeld und gigantischen Hochspeichern war im Gegensatz zu dem neuen System wirtschaftlich nicht tragfähig. Die jetzige Lösung dagegen kann vom Land Hessen und vom Bund gefördert werden und ist für die sichere Wärmeversorgung tragfähig. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: In den warmen Monaten wird (etwas modifiziertes) Wasser über ein etwa ein Hektar großes Kollektorfeld erhitzt und mit ca. 90°C in einem ca. 60 mal 60 Meter großen Erdspeicher gelagert, der nach oben durch eine schwimmende Isolierschicht gedämmt wird. Diese Wärme versorgt dann über ein ebenfalls gut gedämmtes Verteilernetz die Haushalte, wie das auch in anderen Wärmenetzen der Fall ist. Noch kann dabei nicht ganz auf konventionelle Wärmeerzeugung verzichtet werden, aber immerhin 80 Prozent der Leistung bestehen aus reiner Sonnenenergie. Um zu funktionieren braucht das System dann noch einen Holzbrenner für Spitzenlast, ein kleines Blockheizkraftwerk (BHKW)  für den Betriebsstrom und eine Wärmepumpe, die für die optimale Temperaturspreizung sorgt. Damit ist in jedem Fall gewährleistet, dass auch in Jahren mit einem kühlen Sommer und einem sehr kalten Winter die Wärme im Haus nicht ausbleibt.

Derartige Nutzung von Solarwärme ist nicht neu und leicht nachvollziehbar. In Dänemark gibt es bereits solche Anlagen im laufenden Betrieb. Die Brachter Anlage wäre aber die erste mit einer derart hohen Energieausnutzung und damit Modell für viele andere ländliche Gemeinden, eben ein Leuchtturmprojekt.

Prof. Vajen wies noch darauf hin, dass die Einsparung von CO2 auch durch Maßnahmen an den Wohnhäusern (Dämmung Fassaden, Dach, Keller, neue Fenster etc.) erreicht werden könne, allerdings mit höherem finanziellen Aufwand und in viel größeren Zeiträumen. Hier wird in ein paar Jahren erreicht, wozu man sonst bis 2050 bräuchte.

 

Vollkostenrechnung zeigt: Solarwärme ist konventionellen Systemen auch finanziell überlegen

Für den Brachter Arbeitskreis trug Helgo Schütze eine Vollkostenrechnung vor. Unter Verwendung vorsichtiger Annahmen zur künftigen Entwicklung wurde der Preisverlauf für Solarwärme mit dem für konventionelle Heizung mit Öl verglichen. Dabei konnte er zeigen, dass der anfängliche Mehrpreis für die Solarwärme sich schon in wenigen Jahren günstiger als der Preis für konventionelle Energie erweisen wird. Vor allem aber wird das eingesetzte Kapital bei Solarwärme fast in jedem Fall von Anfang an geringer sein. Für den Vergleich der Vollkosten muss man natürlich alle Faktoren einberechnen. Für die Modellrechnung vergleicht der Arbeitskreis die Entwicklung bei der angenommenen Alternative des Genossenschaftsbeitritts und der Anschaffung eines neuen Heizkessels. Auf der einen Seite Arbeitspreis und Jahresgebühr der Solarwärme und die Abschreibung für den Genossenschaftsbeitrag von 6000 Euro, auf der anderen Seite der Arbeitspreis für Öl, dazu der steigende Beitrag für die in diesem Jahr eingeführte CO2-Abgabe , Zusatzkosten und die nach 20 – 30 Jahren nötige Anschaffung einer neuen Heizanlage, was bei der Solarwärme entfällt. Mit anderen Worten, wer bei der Solarwärme mitmacht wird wahrscheinlich jederzeit mehr Geld im Portemonnaie haben, in einigen Jahren sogar deutlich mehr. Natürlich kann es sein, dass eine bestehende Anlage noch ein paar Jahre Restlaufzeit hat, dann aber mit einer deutlich verringerten Effizienz und mit dem Problem, dass in einigen Jahren eine neue Anlage angeschafft werden muss.

 

Klaus Pfalz, ebenfalls vom Arbeitskreis, erklärte dann noch die Vorteile des Genossenschaftsmodells. So wird jede Genossenschaft vor der Eintragung sorgfältig vom Genossenschaftsverband auf Wirtschaftlichkeit überprüft, mit dem Effekt, dass die Zahl der Insolvenzen bei Genossenschaften äußerst gering ist. Außerdem bestehen noch Fördermöglichkeiten für den einzelnen Wärmekunden, etwa für die nötigen Baumaßnahmen im Haus. Bei deren Beantragung kann dann wieder die Genossenschaft hilfreich sein.

Schnelle Entscheidung ist wichtig

Nach gut zwei Stunden rauchten angesichts der Informationsfülle schon die Köpfe. Trotzdem wurden noch präzise Nachfragen gestellt, die von den Referenten klar beantwortet werden konnten. So fragte eine Zuhörerin, ob es bei Teilnahme notwendig sei, eine bestehende Ölheizung auszubauen. Klare Antwort: Ja, Sonst gibt es keine Förderung. Andere Frage: Ist der Genossenschaftsbeitrag sofort fällig? Antwort: Nein, ein Anteil von 600 Euro nach Beitritt, der Rest erst bei Beginn der Baumaßnahmen.  

Im Unterschied zu anderen Nahwärmesystemen ist die Speichertechnik, wenn denn erst einmal die Bauphase begonnen hat, auf eine bestimmte Größe und damit eine begrenzte Zahl von Wärmekunden ausgelegt. Daher ist die Bedenkzeit auch begrenzt, um sich für diese zukunftssichere Wärmeversorgung zu entscheiden. Für den schnellen Start ist es wichtig, dass sich möglichst viele Brachter jetzt entscheiden, denn dann wird es für alle noch günstiger. Hier kann man konkret etwas tun, um die Klimaziele zu erreichen und auf weitere Umweltbelastung zu verzichten. Es gibt hier ein Angebot ohne Fallstricke, bei dem man sich möglicherweise in  ein paar Jahren sehr ärgern könnte, wenn man nicht mitgemacht hat. Wer noch Zweifel hat oder mit eigenen Zahlen eine Berechnung durchführen möchte ist beim Arbeitskreis Nahwärme herzlich willkommen.

100% noch erreichbar

Das Ziel der völligen Klimaneutralität wurde dabei nicht aus den Augen verloren. In einigen Jahren, wenn z.B. die Wasserstofftechnik so weit bezahlbar ist, können möglicherweise auch die restlichen 20% aus klimaneutraler Energie stammen. Also ist man in Bracht auf einem sehr guten Weg.

Am kommenden Donnerstag um 19 Uhr findet in der Mehrzweckhalle Bracht die Genossenschaftsgründung statt. Alle interessierten Brachter sind herzlich eingeladen. Auch hier ist noch einmal Gelegenheit kritische Nachfragen zu stellen und Unklarheiten zu beseitigen.

Ralph Vogt

 

Die Vorträge der einzelnen Referenten können in unserem Dowloadcenter herunter geladen werden.

 

Informationsveranstaltung am Mittwoch, 30. Januar 2019

 

Der Infoabend wurde erfolgreich gemeistert. Es gab durch die einzelnen Referenten Informationen zum derzeitigen Stand des Projektes und welche Aufgaben in der nächsten Zeit auf uns zu kommen.

Herr Trockel (IFOK) moderiert den Abend und wird das Projekt ebenfalls weiter begleiten

Prof. Dr. Vajen zeigt in seinem Vortrag die Notwendigkeit wie auch die Machbarkeit dieses Projektes ==> 100% solare Versorgung

Herr Kotz steht dem Projekt als Energieberater zur Verfügung und informiert über die Möglichkeiten bei der energetischen Gebäudesarnierung 

Viele Brachter haben die Gelegenheit genutzt sich auf den neuesten Stand zu bringen, sich über mögliche energetische Sarnierung zu informieren und in diversen Gesprächen Informationen auszutauschen.

Auch wurde das Angebot der kostenlosen Energieberatung vor Ort zahlreich angenommen.

Der Arbeitskreis mit dem Bürgermeister Herr Emmerich (4.v.r.), Frau Schlepütz LEA (3.v.r.), Herr Prof.Dr. Vajen Uni Kassel (2.v.r.) und Herr Klinec LES (1.v.r.)

 

Klaus Pfalz weisst nochmals auf die Einmahligkeit des Projektes und der damit verbundenen kostenlosen Energieberatung vor Ort hin, dies als große Chanze zu sehen.

Anmeldung für die kostenlose Energieberatung für die Brachter Bürger.

Dieses Dokument steht für Sie auch im Download bereit. Füllen Sie es aus und senden Sie es an  

info@solarwaerme-bracht.de zurück

Anzeige_Solardorf_Bracht.pdf
PDF-Dokument [2.4 MB]

Oberhessische Presse vom 17.01.2018

Seite 7

 

Meine_OPM_2018-01-17_Seite_07.pdf
PDF-Dokument [817.8 KB]

Informationsbüro Solarwärme Bracht                        

 

Ab Montag, 14.08.2017 gibt es in der Mehrzweckhalle Bracht, kleiner Saal, in der Zeit von 19:00 - 20:00 Uhr ein wöchentliches Informationsbüro des Arbeitskreises Solarwärmeversorgung Bracht. Dieser Termin steht bis auf weiteres jeden Montag zur Verfügung. Hier können sich Interessenten mit noch offenen Fragen weiter informieren.

 

Der Arbeitskreis

Rauschenberger Nachrichten KW 28

Seite 2 vom 15.07.2017

 

 

Oberhessische Presse vom 01.07.2017

Seite 7

Einladung zur Bürgerversammlung

vom 26.06.2017

Einladung_Bürgerversammlung.pdf
PDF-Dokument [167.0 KB]

Oberhessische Presse vom 26.05.2017

Titelseite

Oberhessische Presse vom 26.05.2017

Fortsetzung, Seite 6

OP_26052017.pdf
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